Mittwoch, 3. September 2014

Pimp my Soup: Kürbissuppe mit Dreierlei Topping, vegan und vegetarisch

Kürbissuppe dreimal anders: "Fruchtig-Würzig", "Fein-Pikant" und "Nussig-Cremig". foto: martina lakotta

Zu den Dingen, die ich am Herbst liebe und die mich über den endenden Sommer hinwegtrösten können, gehört der Kürbis... Spagetthi-Kürbis, Butternut und Co. versüßen den Übergang in die kältere Jahreszeit. Und auch der aus Japan stammende Hokkaido hat  im Herbst Hochsaison und erfreut sich bei mir nicht nur wegen seines Geschmacks und seiner hantlichen Größe, sondern auch wegen seiner einfachen Zubereitung an großer Beliebtheit. Denn - seiner dünnen Schale sei  Dank! - der Hokkaido muss nicht geschält werden, sondern kann gleich nach dem Entkernen weiter verwendet werden. 

Hier zeige ich euch, wie ihr eure Kürbissuppe selbst machen und mit drei verschiedenen, leckeren Einlagen pimpen könnt. Auch worauf ihr beim Kaufen und Lagern vom Hokkaidokürbis achten müsst, erfahrt ihr hier.

Vom Gärtnerpech und hungrigen Schnecken...


Am Schönsten ist es natürlich, wenn man seinen Hokkaido im heimischen Garten anbauen und ernten kann. Dieses Glück ist aber nicht jedem vergönnt - entweder man hat keinen Garten oder aber man hat Einen und hat dafür dann mit einer wahren Nacktschnecken-Invasion zu kämpfen. Letzteres war bei mir in diesem Jahr der Fall... Ich glaube alle Schnecken aus dem Raum Augsburg waren diesen Sommer bei mir im Garten und haben sich dick und satt gefressen. -.- Eigentlich habe ich ja nichts gegen ein paar Schnecken im Garten - das gehört halt dazu: Leben und leben lassen! Aber wenn einem diese gefräßigen Biester wirklich alles niederfressen, hört die Freundschaft doch irgendwann auf. Manchmal habe ich an mehreren Tagen hintereinander bis zu 40 riesige, fette Nacktschnecken aufgesammelt und an anderer Stelle wieder aussetzten müssen. Dreimal habe ich neuen Salat eingesetzt und am nächsten morgen nur noch eine traurige Stengelwüste aufgefunden. Und auch mein Hokkaido hat den Schecken ziemlich geschmeckt. Nur einer von den Kürbissen hat es geschafft der Invasion zu entkommen.....Immerhin. Einer. 

 
Bildtitel: "Der Überlebende" foto: martina lakotta

Woran man frischen Hokkaido erkennt und wie man ihn am Besten lagert


Zum Glück ist der Hokkaido im Herbst aber auch auf allen Wochen- oder Supermärkten erhältlich. So können nicht nur die Nacktschnecken ihren Hunger auf den Kürbis stillen, sondern auch ich. 

Nur woran erkennt man beim Einkaufen, ob der auserwählte Kürbis auch der Richtige ist? Ganz einfach: Mit einer Klopfprobe. Wenn ihr mit dem Finger leicht auf den Hokkaido klopft und ein hohles Geräusch zu hören ist, könnt ihr das Objekt eurer Begierde mit nach Haue nehmen und euch sicher sein, dass ihr eine schmackhafte und reife Wahl getroffen habt.

Wenn ihr den Hokkaido nicht sofort zubereitet, ist das auch kein Problem. Denn er lässt sich ziemlich lange Lagern: Bettet man den ganzen Kürbis kühl und trocken, ist er bis zu acht Wochen haltbar. Wichtig ist dann nur, darauf zu achten, dass der Stilansatz unversehrt ist, da die Lagerfähigkeit sonst beeinträchtigt wird.

Wer will, kann den geschnittenen Hokkaido-Kürbis aber auch einfach roh einfrieren.

Kürbissuppe mit 3erlei Topping: Fruchtig-Würzig, Fein-Pikant & Nussig-Cremig

 

Topping für Topping und Löffel für Löffel ein Genuss <3  foto: martina lakotta
Die leuchtend-orange Frucht kann sooooo vielseitig verarbeitet werden. Aber zu den ungeschlagenen Klassikern gehört sicherlich die Kürbissuppe. Zumindest ist das in meiner Küche der Fall ;-) Darum soll mein erstes Kürbisrezept, das ich in diesem Jahr mit euch teile, auch eine Suppe sein. Damit es nicht so langweilig wird, gibt´s drei verschiedene Toppings dazu: 
Fruchtig-würzig wird´s mit einem Räuchertofu-Zwiebel-Apfel-Topping. 
Pikant und fein mit einem Käse-Majoran-Zwiebel-Topping, das auch vegan zubereitet werden kann. 
Und cremig-nussig mit einem Kürbis-Sesam-Topping und veganer Creme-Fraiche.

foto: martina lakotta


Was ihr für die Kürbissuppe braucht...

 

Apfelsaft, Ingwer und Zimt machen die Kürbissuppe zu etwas ganz Besonderem...foto:  martina lakotta
1 Hokkaido-Kürbis
2 mittelgroße Zwiebeln
3 Karotten
2 Knoblauchzehen 
2 kleine Chilli
10 cm Ingwer
200 -250 ml Apfelsalt
100 ml Soja-Cuisine (oder eine andere Pflanzencuisine)
Gemüsebrühe zum Aufgießen
Salz und Pfeffer
Curry
Zimt
Öl zum Anbraten

Was ihr für die Kürbissuppe machen müsst...


1.)Den Hokkaido halbieren, entkernen und samt Schale in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebeln sechzehnteln, die Karotten grob stückeln, den Ingwer und Koblauch sowie Chilli klein hacken. Die Gemüsebrühe vorbereiten.

2.)Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln zwei bis drei Minuten braten, dann den Kürbis und die Karotten dazugeben und nochmal ein paar Minuten rührbraten. Den Ingwer, die Chilli und den Koblauch untermischen und alles mit Brühe aufgießen, sodass der gesamte Topfinhalt damit bedeckt ist. Jetzt bei mittlerer Temperatur 20 bis 30 Minuten köcheln lassen.

3.)Den Topf vom Herd nehmen und alles zu einer cremigen Suppe verarbeiten. Cuisine und Apfelsaft dazugeben und gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Curry und Zimt abschmecken. Vor allem der Zimt ist ein absoluter Geheimtipp und schmeckt superlecker in dem Kürbis-Süppchen.

Was ihr für die Toppings braucht und machen müsst...

foto: martina lakotta

"Fruchtig-Würzig":

100 g Räuchertofu
1 Zwiebel
1 Apfel
Petersilie, frisch oder TK
Salz und Pfeffer
Öl zum Anbraten

1.) Räuchertofu, Zwiebel und Apfel in kleine Würfel schneiden. Petersilie fein hacken.

2.) Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Räuchertofu leicht knusprig anbraten. Zwiebel und Apfel dazugeben und ein bis zwei Minuten bei niedriger Temperatur rührbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zuletzt die Petersilie dazugeben und untermischen.

"Pikant-Fein":

 1 Zwiebel
 2 Scheiben veganen (oder "normalen") Käse
Majoran
Salz und Pfeffer
Öl zum Anbraten

1.) Zwiebel in dünne Halbringe schneiden. Käse grob würfel. Die Blätter vom frischen Majoran abzupfen.

2.)Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelringe anrösten und mit Majoran würzen. Das Ganze in ein Schälchen umlagern, den Käse dazugeben und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.








"Cremig-Nussig":

1 handvoll geschälte Kürbiskerne und Sesamkörner
reichlich Schnittlauch, frisch oder TK
1 Creme Fraiche vegan oder 1 kl. Becher Sojajoghurt
1 Zehe Knoblauch
Salz und Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft

1.)Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und in ein Servierschälchen geben.

2.)Den Knoblauch klein hacken und mit dem Joghurt oder der Creme Fraiche vermischen. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. In ein Servierschälchen geben.

3.)Eine Pfanne ohne Fett erhitzen und die Kürbis-und Sesamkerne vorsichtig anrösten. In ein Servier-Schälchen geben. 

Natürlich könnte man die gerösteten Kerne auch gleich mit dem Schnittlauch und dem Joghurt vermischen - ich habe es aber lieber getrennt, da sich alles, was übrig bleiben sollte, getrennt leichter wiederverwendbar ist.

foto: martina lakotta


Die Suppe zusammen mit den Toppings servieren. Wer will, kann noch etwas Brot dazu reichen und eine Crema di Balsamico zum Würzen mit auf den Tisch stellen.

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