Mittwoch, 29. Oktober 2014

Kürbis im Mantel: Kürbisstrudel aus Filoteig

Auch dem Gemüse wird´s kalt - Kürbis im Filo-Mantel

Das vierte Kürbisrezept auf dem Rezeptekompass widmet sich dem Strudel. foto: martina lakotta

Der Kürbis ist für mich das Gemüse im Herbst! Ob gefüllt mit einem Risotto aus Wildreis, püriert in einem leckeren Süppchen samt deftigen Einlagen oder eingewickelt mit Kraut und in Gesellschaft von Kartoffeln - ich finde, der Kürbis ist der ideale Begleiter für die herbstliche Küche.

Veganer Filoteig für Faule...


Hier zeige ich euch, wie ihr einen Kürbis-Strudel aus Filoteig zubereiten könnt. Natürlich könnte man den Filoteig auch selber machen - das war mir an jenem Abend aber einfach zu viel Aufwand... manchmal habe auch ich keine Lust darauf, nach Arbeit oder Uni ewig in der Küche zu stehen... und von Zeit zu Zeit, ist es, denke ich, schon in Ordnung auf Fertigprodukte im Supermarkt zurück zu greifen
Einfachkeitshalber habe ich mir also einfach fertigen Filoteig aus dem Supermarkt besorgt. Der Filo- (oder Strudelteig), den es im Edeka oder Marktkauf zu kaufen gibt, ist frei von tierischen Bestandteilen (hier ein Link zu der Zutatenliste) und damit auch für vegane Rezepte geeignet. 

 

 Was mache ich, wenn ich keinen Filoteig im Supermarkt finde?!


Wer keinen Filoteig finden sollte, kann alternativ auch einfach Blätterteig besorgen. Auch den gibt es vegan im Supermarkt - und das wider der meisten Erwartungen, da in den originalen, hausgemachten Blätterteig eigentlich massig Butter (über 500 g für eine Portion) gehört... So veräppelt sie uns halt einmal mehr, die Lebensmittel-Industrie. Versteht mich nicht falsch! Ich finde es zwar gut, dass es den Blätterteig frei von tierischen Bestandteilen im Supermarkt gibt - allerdings wird hier einmal mehr die Erwartungshaltung der Verbraucher unterlaufen, die davon ausgehen, dass auch im fertigen Blätterteig - eben wie im Selbstgemachten -  Butter gehört. Pustekuchen. 

Kleiner Exkurs: Warum wir Foodwatch brauchen


Wer mehr über die Täuschungen der Nahrungsmittel-Industrie erfahren möchte, sollte der Internetseite der Organisation foodwatch einmal einen Besuch abstatten. Die selbsternannten Essensretter haben der Verbrauchertäuschung den Kampf angesagt und machen großen Nahrungsmittel-Konzernen das Leben zumindest etwas schwerer. Ich finde die Arbeit, die die Essens-Überwacher von foodwatch leisten gut - die Industrie hat in meinen Augen ohnehin schon zu wenig Interesse daran, wirklich gesunde Nahrungsmittel frei von Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen und anderen E´s für uns zu produzieren...
Bei Foodwatch kann man sich gut über die neusten Vergehen, laufende Prozesse und größten Betrügereien besagter Branche informieren und sich so einen ersten Überblick verschaffen.

Mit einem >>> KLICK <<< könnt ihr euch selbst ein Bild von der Arbeit von foodwatch machen. 

Jetzt aber zurück zum Kürbisstrudel


Naja, genug exkurst ;-) Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück: Dem Kürbisstrudel aus Filoteig. Dank dem fertigen Teig aus dem Supermarkt, ist auch dieses Rezept simpel zuzubereiten. Neben dem geschnibbelten Gemüse kommt noch etwas vegane Bechamel-Soße in den Strudel. Dann wird das Gericht nicht zu trocken.

Kürbis im Filoteig <3 foto: martina lakotta

Was ihr für den Kürbisstrudel (4 - 5 Portionen) braucht...

 

Für den Strudel und die Kürbis-Füllung:


1 Rolle Filoteig (alternativ geht auch Blätterteig)
0,5 - 1 kleinen Hokkaido-Kürbis
1 Karotte
2 Tomaten
1 Zwiebel
4 - 5 cm Ingwer
1 Zehe Knoblauch
3 - 4 EL Kürbiskerne


2 - 3 EL Tomatenmark
einen Schuss Pflanzencuisine zum Verfeinern
Muskat
Salz, Pfeffer

Öl zum Braten

etwas Pflanzenmilch zum "Kleben"
Kürbiskerne für Oben-drauf

Für die vegane Bechamel:

2 EL Pflanzen-Margarine (ich nehme hier am liebsten die ALSAN, weil sie geschmacklich einfach am besten ist - die ALSAN gibt es inzwischen nicht nur in Bioläden oder Reformhäusern, sondern auch in vielen großen Supermarktketten)
2 EL Mehl
200 ml Pflanzenmilch (z.B. aus Reis, Soja, Dinkel usw.)
Salz 
Pfeffer
Muskat

 

Was ihr für den  Kürbisstrudel machen müsst...


1.) Hokkaido ist in der Zubereitung besonders einfach: Der Kürbis muss nicht geschält werden. Dass heißt, ihr könnt gleich damit loslegen, den Kürbis zu entkernen und in mundgerechte Stücke zu schneiden. Tomaten, Karotte und Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch fein hacken.

2.) Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Karotte und Kürbis dazugeben und das Gemüse zwei bis drei Minuten rührbraten. Jetzt Ingwer, Knoblauch, Tomatenmark und Kürbiskerne mit in die Pfanne geben und alles zusammen nochmal etwa 30 Sekunden rührbraten. Mit reichlich Salz, Pfeffer sowie Muskat abschmecken und mit einem Schuss Pflanzencuisine verfeinern. Pfanne von der heißen Herdplatte nehmen und bei Seite stellen.

3.) Jetzt die vegane Bechamel zubereiten: Dafür die Margarine in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren anschwitzen. Nur nicht zu lange - die Mehlschwitze sollte lediglich "hellblond" sein. Mit der Milch ablöschen und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und bei wenig Hitze so lange köcheln lassen, bis die Bechamel eine cremige Konsistenz  bekommt. Vom Herd stellen.

4.) Den Ofen auf 180 ° C Umluft vorheizen.

5.) Als nächstes legt ihr euch ein genügend großes Küchentuch ausgebreitet auf eure Arbeitsfläche. Darauf jetzt den gekauften Filo- oder Blätterteig samt dem Backpapier, mit dem er meist in der Verpackung ist, ausbreiten. Mit Hilfe des darunterliegendes Küchentuchs, könnt ihr den Teig nachher mit schön viel Schwung einrollen.

6.) Die vorbereitete Füllung auf dem Filo- oder Blätterteig verteilen. Dabei zu etwa allen Seiten etwa zwei Zentimeter Rand aussparen. Die Ränder umklappen. Jetzt noch die vegane Bechamel auf der Kürbismischung verteilen. Das Küchentuch mit beiden Händen an den Ecken greifen und den Teig mit viel Schwung zu einem Strudel einrollen. Es ist wirklich wichtig, dass ihr an dieser Stelle schnell und nicht zu schüchter arbeitet - dann geht beim Einrollen auch alles gut. :-)

7.) Den Strudel auf ein Backblech bugsieren, mit etwas Pflanzenmilch bestreichen und noch einige Kürbiskerne oben drauf verteilen. Jetzt in den vorgeheizten Ofen schieben und schön goldbraun fertig backen.





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