Dienstag, 28. Oktober 2014

Vegan panieren, leicht gemacht: So paniert ihr ohne Ei

Ein paar einleitende Worte... 


Versucht man sich als veganer Hobbykoch, bekommt man oft die seltsamsten Vorurteile zu hören:

Urs Aechlich (27) meinte: "Vegan Kochen? Weiß nicht...ich steh nicht so auf Körner mit Blumen. Will keiner von diesen missionierenden Öko-Hipstern werden."

Phil Frass (45) denkt: "Ich würde ja gerne mal vegan kochen, aber das ist bestimmt super kompliziert und ich bin kein gelernter Koch.." 

Yvonne Derwei (30) fragt sich: "Was soll man bitte schön ohne Sahne, Milch oder Ei kochen - geschweige denn backen können?! Da darf ja nicht einmal Fleisch auf den Teller!"

Ist natürlich alles Humbug. Die vegane Küche ist weder geschmacksfeindlich oder einseitig noch ungesund, fantasielos und kompliziert. Außerdem gibt es kaum ein Gericht, für das es keine vegane Alternative gibt. Viele Zutaten lassen sich ohne großen Aufwand veganisieren:
Statt Sahne gibt`s Pflanzencuisine. Anstelle von Milch verwendet man Pflanzen-Milch aus Hafer, Reis, Haselnuss, Soja, Mandel oder Dinkel. Die Butter wird von Margarine ersetzt und das Ei weicht je nach Rezept dem Soja- oder Kichererbsenmehl, gequollenem Leinsamen-Schrot oder einer zerdrückten Banane. (Mehr zum Thema Ei-Ersatz erfahrt ihr übrigens hier >>> KLICK <<<)

So kommt es auch - Wunder oh Wunder! - , dass man in der veganen Küche köstliche Panaden zaubern kann. Und das ganz ohne Ei!

Wie ihr ohne Ei paniert

 

Alles was ihr für die vegane Panade braucht, ist Sojamehl - das gibt es in Reform- oder Biohäusern zu kaufen. In der veganen Küche wird natürlich kein Schnitzel von Panade umhüllt, sondern beispielsweise Zucchini, Sellerie, Zwiebel oder Blumenkohl.


Was ihr für das vegane Panade-Wunder ( 2 - 3 Portionen) braucht...


6 - 8 EL Sojamehl
0,5 - 1 Tasse Mehl
0,5 - 1 Tasse Semmelbrösel
2 Portionen Gemüse deiner Wahl (z.B. Blumenkohl, Zucchini, Sellerie, Zwiebel oder z.B. Lupinen- oder Soja"schnitzel")
Salz, Pfeffer
Gewürze wie Muskat, Paprika, Kümmel, Cayenne, getrocknete Kräuter usw. (die Wahl der Gewürze ist ganz abhängig von dem auserkorenen Gemüse)

Öl oder ALSAN zum Ausbacken

 

Was ihr für das vegane Panade-Wunder machen müsst...


1.) Das Sojamehl in einem tiefen Teller mit etwa der doppelten Menge Wasser zu einer ei-artigen Flüssigkeit verquirlen. Der Soja-Ei-Ersatz sollte nicht zu flüssig, aber auch nicht zu fest sein! Sonst könnt ihr damit nichts Panieren).

2.) Den fertig verquirlten Ei-Ersatz mit Salz und Pfeffer sowie den anderen Gewürzen und Kräutern deiner Wahl abschmecken.

3.) Das Mehl in einen tiefen Teller geben. Die Semmelbrösel in einen tiefen Teller geben.

4.) Das ausgewählte Gemüse nach Belieben zerkleinern (z.B. die Zucchini in längs oder quer geschnittene Scheiben, den Blumenkohl in mundgerechte Stücke, den Sellerie in "schnitzel-ähnliche" Portionen usw.) und im Salzwasser kurz Blanchieren.

5.) Jetzt geht es an das eigentliche Panieren. Dazu das Gemüse erst im Mehl wälzen, dann in den Soja-Ei-Ersatz tunken und zuletzt mit Semmelbröseln umhüllen.

6.) Fett in einer Pfanne erhitzen und das panierte Gemüse rundherum knusprig anbraten.

Meine letzte vegane Panade habe ich für den gebackenen Blumenkohl gebraucht, den es als Beilage zu diesen Hirse-Bratlingen gegeben hat. Auch bei diesen Auberginen-Türmchen habe ich mit der veganen Panade-Methode gearbeitet.

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