Mittwoch, 11. Februar 2015

Seitan-Medaillons mit Cashew-Kräuter-Kruste und Kartoffelrösti


Oh Seitan, der du bist auf dem Teller! So knusprig-aromatisch deine Kruste, so lecker bist auch du! 


Für mich ist der Seitan eine der besten Fleisch-Alternativen: Sojafrei, beliebig würzbar, mit Biss und einer fleisch-ähnlichen Konsistenz. Zusammen mit der Cashew-Kräuter-Kruste macht er sich auch gut als üppiges Sonntagsmahl - wobei natürlich nichts dagegen spricht, ihn auch unter der Woche einmal zuzubereiten. Ein bisschen Wochenend-Feeling kann schließlich auch an einem Werktag nicht schaden. ;-)

Knusprige Kartoffelrösti aus der eigenen Küche


Zu den Seitan-Medaillons mit Cashew-Kräuter-Kruste gab es selbstgemachte Kartoffelrösti. Das Rezept für die Rösti findet ihr der Übersicht halber in diesem separaten Rezept hier. Ursprünglich gab es außerdem noch dreierlei Blumenkohl (paniert, püriert und in feine Scheiben geschnitten) als Beilage. Allerdings habe ich das Foto zu dem Rezept erst am nächsten Tag machen können. Da war von den Blumenkohl-Variationen leider nichts mehr übrig. Darum auf dem Bild zu sehen: Ein Feldsalat mit krossem "Speck", also Räuchertofu. In feine Scheiben geschnitten und in Öl von beiden Seiten kross gebraten, schmeckt der Räuchertofu nämlich verblüffend Bacon-mäßig. Unbedingt ausprobieren!

Warum Räuchertofu nicht gleich Räuchertofu ist


Zum Räuchertofu sei noch etwas gesagt, bevor es an das Rezept für die Seitan-Medaillons mit Kruste geht. Denn ich finde, Räuchertofu ist nicht gleich Räuchertofu: Ich habe den geräucherten Tofu früher meistens in Supermärkten wie Edeka, Rewe oder Aldi gekauft. Was mich gestört hat: Mal war der Tofu total hart, mal hat er trocken geschmeckt - irgendwie hat er mich nie so wirklich überzeugen können. Klar, essen konnte man ihn schon. Aber das hat ja nichts zu heißen.
Dann bin ich im Reformhaus auf den Räuchertofu von Taifun gestoßen und war ihm sofort verfallen: Er ist nicht so trocken und fest wie seine Cousins aus den Discountern und hat - nach meinem Gaumen zu urteilen- einen wesentlich feineren Geschmack. Aber weil Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, probiert ihr euch am besten selber durch das Sortiment der Räuchertofu-Hersteller. Und wenn ihr irgendwo mal auf den Räuchertofu von Taifun stoßen solltet, kostet ihn und fällt euer eigenes Urteil.



 

Was ihr für die Seitan-Medaillons mit Kräuter-Cashew-Kruste braucht...

Für die Seitan-Medaillons:


  • Trockene Zutaten:


200 g Gluten
2 TL Paprika
2 TL Cayenne
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 TL Curry
1 TL Kümmel
1 TL Knoblauch, gemahlen
3 EL Hefeflocken
2 EL Majoran



  • Flüssige Zutaten:


300 ml Wasser
50 ml Öl
2 EL Soja-Soße
1 EL Worcestersoße
2 EL Ajvar (je nach gusto scharf oder mild)
1 EL Senf


  • Außerdem:


1 Zwiebel


  • Zuguterletzt:

  6 EL Reismehl (das sorgt für die Bindung. Ihr bekommt das Reismehl entweder im Reformhaus oder im Asialaden. Alternativ könnt ihr jedoch auch auf Sojamehl zurückgreifen.)

Für die Cashew-Kräuter-Kruste:


150 g Cashews, gesalzen
2 Päckchen TK-Kräuter, gemischt
75 g veganer Parmesan (besonders empfehlenswert finde ich den Jezzano von Vegourmet
75 g Pflanzenmargarine, z.B. ALSAN
Salz, Pfeffer


Was ihr für die Seitan-Medaillons mit Cashew-Kräuter-Kruste machen müsst...

1.) Als Erstes werden die Seitan-Medaillons vorbereitet. Hierfür die trockenen und flüssigen Zutaten in je einer Schüssel miteinander vermischen. Die Zwiebel fein hacken.

2.) Die flüssigen Zutaten zu den Trockenen in die Schüssel geben. Die Zwiebel dazugeben und die Masse gut miteinander verkneten. Der Seitan kann nun entweder im Ofen gegart oder über dem Wasser gedämpft werden.

3.) Für die Ofen-Variante den Herd auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die rohe Seitan-Masse in drei große Stücke zerteilen und jeweils zu einer etwa 3-Finger-dicken Wurst rollen. Jede Seitan-Wurst wie ein Bonbon in Alufolie wickeln und in etwa 30 Minuten im vorgeheizten Ofen fertig backen.
Wenn ihr den Seitan lieber dämpfen wollt, benötigt ihr einen Topf mit Siebeinsatz. Zunächst etwas Wasser in dem Topf zum kochen bringen. Die Seitan-Masse in dem Siebeinsatz geben und etwa 30 Minuten dampfgaren.

4.) Den fertig gegarten Seitan in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und zu einer hack-ähnlichen Konsistenz verarbeiten. 

5.) Das Reismehl unter den Seitan mischen und 6 bis 8 gleichgroße Medaillons aus der Masse formen.

6.) Öl in einer Pfanne erhitzen und die Seitan-Medaillons bei mittelerer Temperatur von beiden Seiten knusprig anbraten. Allerdings nicht zu lange - denn die Medaillons kommen, sobald sie mit der Cashew-Kräuter-Kruste versehen sind, noch einmal in den Ofen.

7.) Während die Seitan-Medaillons ein wenig abkühlen, wird die Cashew-Kräuter-Kruste vorbereitet. Dafür die Margarine über dem Wasserbad schmelzen und die Cashew-Kerne fein hacken. Das könnt ihr entweder mit der Hand oder mit der Küchenmaschine machen. Wenn ihr die Cashews mit der Küchenmaschine zerkleinert, müsst ihr allerdings darauf achten, sie nicht zu lange durch den Mixer zu jagen - ansonsten habt ihr am Ende Nuss-Staub und keine gehackten Cashews mehr.

8.) Die gehackten Cashews zusammen mit der geschmolzenen Butter, den gefrorenen Kräutern und dem veganen Parmesan in eine Schüssel geben und miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.Die Krusten-Masse dick auf den Seitan-Medaillons verteilen und die vorbereiteten Medaillons für eine Stunde kalt stellen, damit die Kruste fest werden kann.

10.) Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Seitan-Medaillons für etwa 25 bis 30 Minuten im Ofen backen, sodass die Cahsew-Kräuter-Kruste den gewollten Crunch bekommt. 

Dazu passen beispielsweise die Kartoffelrösti, deren Rezept ihr wie gesagt hier findet. 



Wohl bekomm´s! :-)

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