Montag, 13. April 2015

Im Wein liegt die Wahrheit - und manchmal auch ein bisschen Tier: Warum nicht jeder Wein vegan oder vegetarisch ist

Ich weiß ja nicht wie ihr das haltet, aber ich für meinen Teil trinke gerne mal ein Gläschen Wein. Und natürlich ist der alkholhaltige Traubensaft nicht nur zum Genießen, sondern auch zum Kochen und Backen ein oftmals unverzichtbarer Bestandteil. So wird auch dieser Winzerkuchen mit einem Schlückchen Wein gleich noch viel... winzriger! (Tolles Wort. Besser kann mans nicht sagen.) 
ABER! Leider guten Gottes ist Wein nicht gleich Wein und deswegen schon gar nicht immer vegan geschweige denn vegetarisch. Warum das so ist und wo ihr vegane Weine ergattern könnt, will ich euch in diesem Post erklären.

 

Ist Wein denn nicht immer vegan?!


Manch einer wird sich jetzt womöglich wundern und zurecht verblüfft fragen, ob Wein denn nicht immer vegan ist?! Die Antwort: Leider nein. Prinzipiell ist Wein zwar nicht mehr als "vergorener Weintrauben-Saft". Doch zur Klärung oder sogenannten "Schönung" des Weins kommen verschiedene Hilfsmittel zum Zuge, die oftmals nicht vegan sind. Aber eins nach dem Anderen.

 Und warum ist Wein nicht immer frei von tierischen Bestandteilen?


Vereinfacht gesagt werden zur Herstellung von Wein zunächst einmal Trauben vergoren. Der in den Weintrauben enthaltene Zucker wird bei der Gärung dann in Alkohol umgewandelt. Je nach Rebsorte und Reifedauer unterscheiden sich die Weine letzten Endes in Geschmack, Alkoholgehalt und Farbe. So weit so gut.
Doch dann kommt mit der Nachbearbeitung der Weine der nächste Schritt. Hierfür dürfen den Weinen verschiedene Bestandteile zugesetzt werden. Welche das sind, regelt Hierzulande und auch im Rest von Europa das "Verzeichnis der zugelassenen önologischen Verfahren und Behandlungen". 
Dort aufgelistet sind beispielsweise auch...
...die Hausenblase (die getrocknete Schwimmblase des Beluga-Störs, also eines Fisches)
... Eieralbumin und/oder Molkenproteine
... oder Gelatine

Das sind die Zusatzstoffe, die einen Wein nicht vegan bzw. vegetarisch werden lassen. Besonders blöd ist aber, dass beim Kauf eines Weines eigentlich davon ausgegangen werden muss, dass dieser nicht frei von tierischen Bestandteilen ist. So fällt beispielsweise Gelatine nicht einmal unter die Kennzeichungspflicht. Für den Verbraucher ist also auch nicht erkennbar, ob es sich um einen gelatine-freien Wein handelt oder ob nicht. Immerhin müssen Beschönigungen mit Eiweißen seit 2012 als Hinweis für Milch- und Ei-Allergiker deklariert werden.


Veganer Wein: Kein Ding der Unmöglichkeit


Das heißt jetzt aber nicht, dass man als strenger Veganer für immer auf Wein verzichten muss. Denn mittlerweile gibt es einige Hersteller, die sich der Produktion von veganem Wein widmen und diesen auch konkret als vegan kennzeichnen. Der vegane Wein wird dann beispielsweise mit Mineralerde oder Kieselsäure geklärt. 

Und wo krieg ich jetz veganen Wein her?


Veganen Wein gibt´s beispielsweise von Rapunzel. Sowohl die Weißen als auch die Roten sind nicht nur frei von tierischen Bestandteilen, sondern auch ziemlich lecker. Ergattern könnt ihr den Rapunzel-Wein in Reformhäusern und Bioläden. Die Weine aus dem Hause Rapunzel werden mit Kieselgur filtriert, welches "ein weißliches Pulver/Gestein, das hauptsächlich aus den Siliziumdioxidschalen fossiler Kieselalgen besteht" ist, wie man der Webseite von Rapunzel entnehmen kann. 
Eine weitere Auswahl veganer Weine findet ihr auch in dem Onlineshop Delinat.

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