Montag, 13. April 2015

Mrs Hinkefuß presents: Lecker Winzerkuchen



Montags hab ich Lust auf Kuchen... foto: martina lakotta


Wie sagt man nicht so schön? Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seines Gleichen. Dann bin ich wohl definitiv auch ein Rindvieh. Nicht. Denn dummerweise hat das Vorderrad meines Fahrrads un-be-dingt Bekanntschaft mit den Straßenbahngleisen machen müssen. Jetzt zieren mich solch wunderhüpsche Spitznamen wie "Hinki-Tinki", "Humpeline" oder "Klumpfuß-Type".

Dabei war ich gewarnt! Immer wieder haben mir besorgte Mitmenschen gutgemeinte Warnungen auf den Weg mitgegeben:
"Aber pass fei bloß auf mit den Straßennahngleisen! Nicht, dassde mim Rad drin hängn bleibst!"
"Uiuiui. Und damit trauste dich durch die Stadt zu fahren? Da wünsch ich dem Straßendienst schon mal viel Spaß bei, dich später vom Asphalt zu kratzen." 
Meist folgte dann ein optimistischer Abschiedsgruß wie "War schön dich kennenzulernen."
Da kann ja gar nichts mehr schief gehen, bei so viel positiver Bestärkung.

An dieser Stelle auf jeden Fall auch ein riesengroßes Dankeschön an alle Hobby-Warner und Vorsicht-Schreier. Wäre mir sonst ja gar nicht bewusst gewesen wie gefährlich das ist. Muss man mir schon jedes Mal sagen, wenn ich mich aufs Rad schwinge. ABER OFFENSICHTLICH HAT MAN MIR DAS DOCH EIN MAL ZU WENIG GESAGT!!!! Jaaahaaa! Und blöderweise geht man halt eh immer davon aus, dass solche Unfälle - wenn überhaupt - den Anderen passieren. Einem selbst als absoluten Gutmenschen mit unglaublich positivem Karma kann so was ja nicht passieren. 

Tjoah. Von wegen. Immerhin hält sich das Ausmaß der Verletzung in Grenzen. In ein, zwei Wochen werde ich wieder normal durchs Leben hüpfen können. Bin halt doch ein Gutmensch mit unglaublich gutem Karma. Sonst hätte man mich sicherlich vom Asphalt kratzen müssen. Aber das Schlimmste an der Sache ist ja eigentlich auch, dass dieses Missgeschick wie Wasser auf den Mühlen besagter Hobby-Warner ist. Die guggn mich jetzt immer mit diesem typischen Ich-hab´s-dir-ja-gesagt-Blick an. Pffff.


Winzerkuchen

 

So ein Hinkefuß hält mich aber nicht vom Backen ab... foto: martina lakotta

Aber immerhin habe ich jetzt genug Zeit gehabt, mich einem eigentlich ganz einfachen Rührkuchen zu widmen: Dem Winzerkuchen. Wie der Name schon verrät, spielen Wein und vor allem rote und grüne Weintrauben eine tragende Rolle in diesem Kuchen. Wichtig ist, dass ihr die kleinen Trauben besorgt und nicht die Großen verwendet. Und auch beim Weinkauf heißt es Augen auf! Denn längst nicht jeder Wein kann sich als "vegan" bezeichnen...Warum das so ist, erkläre ich euch in diesem Post hier.


Am schönsten sieht der Kuchen aus, wenn ihr verschiedenfarbige Trauben verwendet. foto: martina lakotta



Was ihr für den Winzerkuchen (24 - 26 cm Ø) braucht...


1 Bio-Orange und von der Saft und Schale
1 Bio-Zitrone und von der Saft und Schale
25 g Pflanzenmargarine (z.B. ALSAN Gold) 
25g Kokosöl (alternativ kann man das Kokosöl auch weglassen und um die entsprechende Menge Margarine aufstocken, also auf ingesamt 50 g Margarine) 
3 gehäufte EL Sojamehl
130 g Zucker
1 Packung Vanille-Zucker
4 EL Sonnenblumenöl
3 EL Pflanzenmilch (z.B. Reis, Dinkel, Hafer, Mandel usw.)
6 EL trockener Weißwein (ersatzweise Milch)
225 g Mehl
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
Prise Salz
200g kleine, rote Trauben
200 g kleine, grüne Trauben

Optional: 1-2 EL Fenchelsamen

 

Was ihr für den Winzerkuchen machen müsst... 

 

1.) Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Die Margarine zusammen mit dem Kokosöl über dem Wasserbad schmelzen.  In einem kleinen Schüsselchen die drei Esslöffel gehäuftes Sojamehl mit der doppelten Menge Wasser glatt rühren. Die Orangen- und Zitronenschale abreiben und die Trauben waschen sowie abzupfen.

2.) Das Sojamehl-Wassergemisch mit Zucker und Vanillezucker aufschlagen. Dann die geschmolzene Margarine-Kokosöl-Mischung, Sonnenblumenöl, Pflanzenmilch  und Weißwein unterrühren.  Die Orangen- und Zitronenschale sowie den Saft der Früchte unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver versieben, mit der Prise Salz mischen und mit einem Schneebesen kräftig unter den Teig schlagen.

4.) Ungefähr zwei Drittel der vorbereiteten Trauben unter den Teig mischen. 

5.) Den Boden einer Backform mit Backpapier auslegen und die Ränder einfetten. Den Teig in die Form gießen und glatt streichen. Im Backofen etwa 15 Minuten backen, dann herausnehmen undmit den restlichen Trauben und optional mit ein bis zwei Esslöffeln Fenchelsamen bestreuen. Nochmal 40 Minuten backen.

6.) Nac dem Backen den Winzerkuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Mit eiem Messer den Rand lösen, den Kuchen aus der Form nemen und noch leicht lauwarm servieren. 
 
foto: martina lakotta

 

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